Glossar · Zertifikate
Certificate Transparency
Certificate Transparency protokolliert jedes ausgestellte Zertifikat öffentlich. Wer seine Namen beobachtet, bemerkt fremde Ausstellungen sofort.
So funktioniert es
Jede öffentliche Ausstellung landet in Protokollen, die nur wachsen: Zertifikat, Stelle, Zeitpunkt, für jeden lesbar, für niemanden änderbar. Browser verlangen den Nachweis des Eintrags und weisen Zertifikate ohne ihn zurück. So wird aus dezentraler Ausstellung zentrale Nachprüfbarkeit.
Beobachten heißt abonnieren: Wer seine Namen überwacht, erfährt von jeder Ausstellung für sie, gewünschter wie unerwünschter. Ein Zertifikat, das niemand bestellt hat, ist kein Geheimnis mehr, sondern eine Zeile im Protokoll.
Warum es wichtig ist
Vor den Protokollen war eine falsche Ausstellung unsichtbar, bis sie aufflog; seither ist sie sichtbar, sobald sie geschieht. Das schützt nicht vor der Ausstellung selbst, aber vor ihrer Heimlichkeit, und Heimlichkeit war der halbe Angriff.
Für Inhaber heißt das: Die eigenen Namen gehören unter Beobachtung, nicht ins Vertrauen. Wer erst vom Missbrauch erfährt, hat das Protokoll nicht gelesen.
Bei obhut
Zertifikate von obhut entstehen über öffentliche ACME-Stellen und landen damit automatisch im Protokoll: Bestellung, Nachweis, Ausstellung und Erneuerung laufen ohne Handarbeit, und jede Ausstellung bleibt nachprüfbar.