Glossar · DNS
GeoDNS
GeoDNS beantwortet dieselbe Frage je nach Herkunft anders: Nutzer erreichen den nahen Standort. Wie standortbasiertes Routing steuert.
So funktioniert es
Derselbe Name, verschiedene Antworten: GeoDNS schaut auf die Herkunft der Frage und nennt den Standort, der passt, meist den nächsten. Europäer erhalten Europa, Amerikaner Amerika, und jeder Weg bleibt kurz. Gesteuert wird über die Antwort, nicht über die Wege.
Die Herkunft liest das DNS an der Adresse des Fragenden ab, genauer: des Resolvers, der für ihn fragt. Stimmt dessen Ort nicht mit dem des Nutzers überein, etwa bei VPN oder Fernresolver, steuert die Antwort daneben. GeoDNS rät aus Adressen; Adressen lügen manchmal.
Warum es wichtig ist
Wo Anycast die Wege wählen lässt, wählt GeoDNS die Antwort: zwei Arten, Nähe herzustellen. Es braucht weder eigene Adressen noch eigenes Netz, nur Zonen, die je nach Frage anders antworten. Darum ist es der Einstieg in verteilte Standorte ohne eigenes Routing.
Seine Grenze ist die Steuerung von Daten: Wer Recht und Weg beisammen halten will, braucht mehr als kurze Antworten, nämlich Orte unter eigenem Recht. GeoDNS kürzt Wege; erst eigene Standorte halten sie.
Bei obhut
Standorte entstehen bei obhut mit dem eigenen Netz, das auf der Roadmap steht; bis dahin antwortet der Pilot von Nürnberg aus. Wie Nutzer dereinst zum nahen Knoten finden, über Wege oder Antworten, entscheidet die Architektur des Netzes.