Glossar · DNS

Resolver

Der Resolver fragt für andere: Er wandert durch die Hierarchie des DNS, sammelt Antworten und merkt sie sich. Was er tut und was er sieht.

So funktioniert es

Anwendungen fragen nicht selbst, sie lassen fragen: Der Resolver nimmt die Anfrage eines Geräts entgegen und wandert die Kette hinab, von der Wurzel über die Top-Level-Domain bis zum zuständigen Server. Was er unterwegs lernt, behält er im Zwischenspeicher und beantwortet gleiche Fragen daraus, bis die Antwort verfällt.

Zwei Arten teilen sich die Arbeit: Der Stub-Resolver im Gerät fragt genau einen weiter, meist den des Netzes oder einen öffentlichen; der rekursive Resolver draußen geht die ganze Kette. Dazwischen entscheiden Richtlinien: was gefiltert, was protokolliert, was verschlüsselt übertragen wird.

Warum es wichtig ist

Der Resolver sieht alles, was ein Gerät an Namen fragt: jede Seite, jede App, jede Stunde. Darum ist seine Wahl eine Vertrauensfrage: Der Betreiber des Netzes, ein öffentlicher Dienst oder der eigene Server sehen je dieselben Fragen. Wer Privatsphäre will, wählt den Resolver so sorgfältig wie den Anbieter.

Und er prüft, was er kann: Unterstützt die Kette DNSSEC, rechnet er nach, bevor er Antworten aus dem Speicher oder von der Quelle weitergibt. Ein Resolver, der nicht prüft, verteilt Worte ohne Beglaubigung.

Bei obhut

obhut betreibt keine Resolver für Endnutzer; Resolver sind die Fragenden, unsere Server die Antwortenden. Was sie bei uns abholen, stammt aus signierten Zonen und trägt Seriennummern, die jeder prüfen kann.