Glossar · DNS
Zonentransfer
Ein Zonentransfer ist die Übergabe einer vollständigen Zone von einem DNS-Server an einen anderen: der ganze Bestand der Einträge, versioniert über die Seriennummer der Zone.
So funktioniert es
Der Zonentransfer übergibt die Zone als Ganzes: alle Einträge, vom ersten bis zum letzten, mit der Seriennummer der Zone als Stand. Der Primary meldet eine Änderung mit Notify, und der Secondary holt die Zone; AXFR heißt die vollständige Übergabe, IXFR die schlanke, die nur Unterschiede trägt. Die Seriennummer entscheidet, was neuer ist: Eine höhere Zahl heißt neuerer Stand.
Die Taktung steht im SOA-Eintrag der Zone: wie oft der Secondary nachfragt, wann er es erneut versucht und wann er eine Zone für tot erklärt. Gegen neugierige und böse Blicke gehört der Transfer hinter Zugriffslisten, und gegen Fälschung wird er signiert, etwa per TSIG: Nur wer den Schlüssel teilt, liefert oder empfängt. Eine Zone, die jeder abholen kann, erzählt jedem ihre Struktur.
Warum es wichtig ist
Zonen wachsen nicht auf Servern, sondern an einer Quelle; der Zonentransfer verteilt sie, ohne dass jemand Einträge von Hand doppelt pflegt. Für Anbieter mit mehreren autoritativen Servern ist er der Weg, auf dem alle denselben Stand sprechen: kein Abweichler, kein veralteter Eintrag.
Die Alternative ist Handarbeit an vielen Stellen, und Handarbeit driftet: Was hier geändert und dort vergessen wird, antwortet zweierlei. Der Transfer macht die Quelle zum einzigen Ort der Wahrheit und die Verteilung zur Mechanik. Für signierte Zonen trägt er dieselbe Pflicht: Signaturen wandern mit, sonst prüft draußen, was drinnen nicht mehr gilt.
Bei obhut
Bei obhut gehört der Zonentransfer zum Angebot: Der versteckte Primary meldet jede Änderung, und die autoritativen Server an den Standorten übernehmen die Zone. Jeder Knoten bestätigt den Stand, den er übernommen hat.
Änderungen bleiben nachvollziehbar: Das Audit-Protokoll hält fest, was sich wann geändert hat.