Glossar · Plattform
CDN
Ein CDN legt Kopien statischer Inhalte nah an die Nutzer: für Tempo und Last. Wie Caching am Edge funktioniert und was es nicht kann.
So funktioniert es
Statisches ändert sich selten und wird oft gefragt: Bilder, Schriften, Skripte, Videos. Das CDN legt Kopien davon auf viele Orte und beantwortet Anfragen vom nächsten, statt jedes Mal den Ursprung zu bemühen. Was sich ändert, läuft ab oder wird verworfen; was bleibt, antwortet in Millisekunden.
Der Ursprung bleibt die Wahrheit, das Netz der Bote: Per Konfiguration steht fest, was wie lange gilt und was nie zwischengespeichert wird. Persönliches gehört nicht in den Cache, und was doch landet, landet bei Fremden.
Warum es wichtig ist
Wege kosten Zeit, und Zeit kostet Nutzer: Jede Millisekunde Laufzeit senkt messbar, was ankommt. Dazu schluckt das Netz Lastspitzen, die kein einzelner Ursprung trüge, und Angriffe verteilen sich auf Orte statt auf einen Punkt.
Was es nicht kann: dynamisch denken. Persönliche Antworten, Warenkörbe, Sitzungen entstehen am Ursprung und bleiben dort; das CDN trägt nur, was für alle gleich ist. Wer alles cacht, liefert Fremdes an Fremde.
Bei obhut
Cache steht bei obhut auf der Roadmap: Zwischenspeicher am Edge, gesteuert von derselben Regelsprache wie die WAF. Heute terminiert und leitet der Edge; was er morgen behält, entscheidet der Betreiber pro Hostnamen.